[Rezension] Die Klinge des Schicksals

Die Klinge des Schicksals – Markus Heitz

KlingedesSchicksals

Verlag: Droemer Knaur | Seiten: 576
Preis: Klappenbroschur 16,99€ | ISBN: 978-3-426-65448-4
Erschienen: 2018

Klappentext
Seit vor 150 Jahren der Wald in Yarkin begonnen hat, sich unaufhaltsam auszubreiten, sind die Menschen immer weniger geworden. Die letzten Überlebenden wurden auf eine Halbinsel zurückgedrängt. Immer wieder hat man Expeditionen ausgesandt, um ein Mittel gegen das Vordringen der Bäume zu finden – keine kehrte zurück. Bis die legendäre Kriegerin Danèstra auf Kalenia trifft, die eine schier unglaubliche Geschichte erzählt: von einer Siedlung im Wald und einem grausamen Überfall, der das wahre Böse offenbart habe; und von einer Verschwörung unter den Menschen, die nur sie, Kalenia, aufdecken könne. Sie bittet die Kriegerin um Hilfe. Doch kann Danèstra ihr wirklich trauen? © Droemer Knaur


Meine Meinung
Als ich erfuhr, dass Markus Heitz einen neuen Roman veröffentlichen würde, war ich sofort Feuer und Flamme. Denn seit ich die ‘Die Mächte des Feuers’-Triologie beendet habe, bin ich ein sehr großer Fan von ihm geworden. Obwohl es sich bei ‘Die Klinge des Schicksals’ um einen Einteiler handelt, hat der Roman mMn großes Potential auch noch Prequels oder Sequels hervorzubringen (auch wenn das wahrscheinlich nicht geschehen wird). Ich will unbedingt mehr über Danèstras Abenteuer lesen und sei es auch aus Tintenfains Feder – mir egal!

Das Motiv der Wildnis hat mich sehr stark an den ‘Wood’ aus Naomi Noviks Roman ‘Uprooted’ erinnert. Aber da ich Noviks Roman sehr schwach fand und auch die Umsetzung der Handlung mMn sehr zu Wünschen übrig ließ, bin ich von der Wildnis in diesem Roman vollauf begeistert. Ich würde ihr zwar nie persönlich begegnen wollen, aber trotzdem finde ich die Heitzsche Version der Wildnis besser – oder vielleicht genau deswegen.

Auch die Welt, in der der Roman spielt, ist sehr eindrucksvoll, detailreich und gut durchdacht. Die Mischung aus Technik, Magie, Natur und Mensch ist sehr interessant und eröffnet viele Möglichkeiten, die auch umgesetzt wurden. Besonders die Bezüge zu unserer geschichtlichen Vergangenheit (siehe Windbüchse) verleiht dem Roman das gewisse Extra und macht ihn irgendwie authentisch. Auch die Sprache bzw. Ausdrucksweise der Figuren passt sehr gut zum Setting und zur Welt bzw. zeitlichen Einordnung. Alles in allem: Es harmoniert. Die Figuren sind auch toll ausgearbeitet. Mit einigen wird zwar kurzer (mal mehr mal weniger blutig) Prozess gemacht, aber so ist das in einem Dark-Fantasy-Roman nun mal. Besonders der Name ‘Kalenia’ hat mir besonders gut gefallen. Obwohl die Protagonistin eine etwas in die Jahre gekommene Frau ist, gibt es noch genug jüngere Charaktere, die auch Abenteuer bestehen müssen. Ein Hoch auf starke Frauen! Es ist also für jedes Alter etwas dabei.

Die Handlung braucht insgesamt etwas Zeit um Fahrt aufzunehmen, auch wenn der Autor es direkt am Anfang schafft, den Leser an den Roman zu binden. Der Einstieg in den Roman war sehr vielversprechend und genauso geht es auch weiter. So richtig spannend-spannend wird es erst ab knapp der Hälfte, wenn es ums Eingemachte geht. Wenn sich einige Erzählstränge beginnen zu überlappen und sich ein etwas klareres Bild herauskristallisiert.

Ach ja, und eins noch: “I’ve gotta jar of dirt!” (Ich hoffe ich bin nicht die Einzige, der diese Verbindung aufgefallen ist – und wenn doch, dann war es vielleicht nur Einbildung)
Markus Heitz hat es mal wieder geschafft eine herausragende Fantasy-Welt zu erschaffen, in der sich spannende Gegebenheiten abspielen, mit vielen unerwarteten Wendungen (vor allem für Mabian und Quent). Zugegeben hat der Roman bei mir für einen Book-Hangover gesorgt. Ich war bisher noch nicht in der Lage ein weiteres Buch zu beginnen.


Mein Fazit
‘Die Klinge des Schicksals’ ist ein Dark-Fantasy-Roman wie es sich gehört. Ich würde gerne mehr von Nankān, der Wildnis und der Klinge des Schicksals lesen. Absolute Leseempfehlung – für Heitz-Fans ist es ein Muss.

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