[Rezension] Die Magie der Lüge

Titel: Die Magie der Lüge (Bd. 2) | Autor: Nicole Gozdek
Verlag: Piper Verlag | Seiten: 336
Preis: HC 16€ | ISBN: 978-3-492-70438-0
Erschienen: 2017

Kurzbeschreibung
„Die Magie der Lüge“ knüpft nahtlos an die Ereignisse aus „Die Magie der Namen“ an. Tirasan hat mit seiner Magie die Welt verändert, und damit auch das Leben von Anderta Passario. Anderta sträubt sich mit Händen und Füßen gegen ihr neues Leben und versucht mit allen Mitteln die Magie umzukehren.

Meine Meinung
Dieser Band fügt sich sehr gut an den ersten Band an: Die Figuren, die Handlung und der Stil sind stimmig. Vieles aus Band 1 wird wieder aufgegriffen und auf neue Art und Weise verarbeitet. Die Veränderungen, die in der Gesellschaft stattgefunden haben, fand ich sehr einfallsreich und interessant. Keineswegs übertrieben. Die Änderungen passen gut und man könnte meinen, dass es schon immer so gewesen ist. Ich kann Andertas Entsetzen absolut nachvollziehen. Ein sehr guter Schachzug, um die Geschichte ins Rollen zu bringen.

Die Figuren geraten immer wieder in Schwierigkeiten. Daraus entwickelt sich ein spannendes und abwechslunsgsreiches Abenteuer. Was mich gestört hat, war die Art und Weise wie sich die Figuren verhalten haben: mal wie Jugendliche und mal wie Erwachsene, mal sehr kindisch und mal extrem reif. Dieses Wechselbad war teilweise etwas anstrengend. Und, glücklicherweise entwickelt sich das Liebesdreieck anders als vermutet. Außerdem drängen sich die Liebesbeziehungen nicht allzu sehr in den Vordergrund oder überdecken die restliche Handlung. Genial fand ich Andertas Wahrheitsmagie und die Art und Weise wie sie mit ihr ‚interagiert‘. Die Wahrheitsmagie ist ein nützliches Mittel und hielt die Handlung und die Figuren stets aus Trab.

Obwohl die Geschehnisse um Tirasan durchaus spannend waren, hat er meiner Meinung nach für seehr viel Drama gesorgt. Zwischen Anderta und Frislan hätte ich auch sehr viel mehr Spannungen und Feindseligkeiten erwartet. Daher war ich über die friedlichen Umgehensweisen zwischen den beiden sehr überrascht. Allgemein kommt die Geschichte mit recht wenig Gewalt aus. Dies macht sie teilweise sehr weich und sehr friedlich. Versteht mich nicht falsch, ich stehe nicht auf unnötige Gewalt oder Brutalität in Büchern. Aber ich hatte teilweise das Gefühl, dass sich der Bösewicht zu einfach und unbeschadet aus der Affäre zieht (möglicherweise bin ich aber auch einfach von George R. R. Martins Bücher vorgeschädigt). Nichtsdestotrotz, passt diese Sanftheit zur Geschichte, zur Welt und zu den Figuren.

Das Ende war klug gemacht, auch wenn mir die Schlusssätze etwas zu schmalzig waren. Aber ich bin froh, dass sich alles auf diese Weise entwickelt hat. Schließlich sind mir die Figuren ja auch ein bisschen ans Herzchen gewachsen. Insbesondere Tirasan und Rustan. Insgesamt ein tolles Ende und gelungener Abschluss der Dilogie.

Mein Fazit
Wem der erste Teil gefallen hat, sollte sich Band 2 nicht entgehen lassen. Es ist keine 0815-Fortsetzung: Die Autorin schenkt dem Leser eine tolle Idee mit einer gelungenen Umsetzung. Absolute Leseempfehlung!

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