[Rezension] Weihnachten in der wundervollen Buchhandlung

Titel: Weihnachten in der wundervollen Buchhandlung
Autorin: Petra Hartlieb
Verlag: Dumont Verlag
Seiten: 160
Preis: 18€
ISBN: 978-3-8321-9887-9
Erschienen: 2018

© Coverabbildung: Dumont Verlag

 

Kurzbeschreibung
Petra Hartlieb erzählt vom Leid und von den Freuden einer Buchhändlerin zur Weihnachtszeit. Mit Illustrationen von Martin Haake.

Meine Meinung
Die Lektüre des Vorgängerbuches Meine wundervolle Buchhandlung (2014) habe ich noch sehr gut im Gedächtnis, weil sie mir damals sehr gut gefallen hat (hier geht es zur Rezension). Das kann ich allerdings nicht für dieses Buch hier behaupten. Es steht dem Vorgängerbuch um einiges nach. Denn um ehrlich zu sein, habe ich etwas mehr erwartet. Doch die enthaltenen Anekdoten stehen im Zeichen der Hektik, des Stresses und vor allem des GEJAMMERS. Zwar folgen auf Nörgelepisoden stets Abwiegelungen und Versicherungern, dass es ja eigentlich gar nicht so schlimm sei. Als Leser bekommt man allerdings einen ganz anderen Eindruck. Schade!

Die Anekdoten sind insgesamt ganz nett und erheitern, sind aber nichts, was man nicht schon mal gehört oder gelesen hätte. Der Ton ist, wie bei dem Vorgängerbuch locker, humorvoll und sympathisch. Ernst und nachdenklich eher nicht, dafür aber jammerig und nörgelig. Insgesamt war es sehr durcheinander und redundant. Ich werde auch das Gefühl nicht los, dass es sich bei diesen Anekdoten um diejenigen handelt, die bei Meiner wundervolle Buchhandlung aus Platzgründen gestrichen wurden und nun recycelt werden. Von Liebeserklärung an die Bücher und an die Welt der Literatur keine Spur.

Das Ende kommt sehr abrupt daher, wie aus dem Nichts. Als Leser ist man ganz verblüfft wegen des plötzlichen Endes und man hat eigentlich das Gefühl als würde etwas fehlen. Die letzten Seiten werden mit Rezepten und Buchempfehlungslisten gefüllt. Irgendwie nicht sehr einfallsreich oder originell. Lieber noch 2-3 Anekdoten mehr. Die Illustrationen von Martin Haake haben einen ganz besonderen Charme. Allerdings liegt ihre einizige Funktion darin, die Seiten zu füllen.

Möglicherweise hätte ich das Buch vor Weihnachten lesen sollen. Vielleicht hätte ich dann mehr Freude daran gehabt.

Mein Fazit
Weihnachten in der wundervollen Buchhandlung ist eine sehr kurzweilige Lektüre. Ganz nett für Zwischendurch (ich habe es innerhalb von knapp zwei Stunden durchgelesen). Ich muss allerdings sagen, dass ich froh bin, dass ich mir das Buch ausgeliehen habe. Denn 18€ für nicht mal 160 Seiten (mit nicht ganz so überzeugendem Inhalt) sind mir definitiv zu viel.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.