Wiebke Schulte

[Rezension] Der Rauch über Birkenau

Der Rauch über Birkenau – Liana Millu

Verlag: S. Fischer Verlage | Seiten: 192
Preis: TB 8,95€ | ISBN: 978-3-596-14021-3
Erschienen: 1947

Kurzbeschreibung
Das Buch teilt sich in 6 Kapitel auf. In jedem Kapitel steht das Schicksal einer Frau, einer Leidensgenossin von Liana Millu, im Vordergrund. Doch im Hintergrund befinden sich noch viele weitere Personen, deren Leben und Leiden mit jeder dieser Frauen verbunden sind und sie beeinflussen, allen voran Liana Millu. Die Autorin schreibt aus der Ich-Perspektive und bringt so auch ihre persönliche Sicht auf die Geschehnisse mit ein. Die Hauptthemen, die einem während der Lektüre immer wieder begegnen sind Liebe und zwischenmenschliche Beziehungen oder das, was von ihnen übrig geblieben ist; der Überlebenswille, die Hoffnung auf eine bessere Zukunft und der allgegenwärtige Tod. Auch die harten und körperlichen Arbeiten und Bestrafungen, die die Frauen bewältigen müssen und erleiden, spielen stets eine wichtige Rolle.

Meine Meinung
Vor Weihnachten waren meine Mutter und ich in München. Zu der Gelegenheit haben wir die KZ-Gedenkstätte Dachau besucht. Nach dem Rundgang über das Gelände sind wir noch in den Bücherladen der Gedenkstätte gegangen. Dort habe ich gezielt nach italienischen Büchern gefragt und ich bin fündig geworden. Ich habe mich bewusst für das Werk einer Italienerin entschieden, weil ich mich mit einer anderen europäischen Perspektive auseinandersetzen wollte. Doch ausschlaggebend für meine Wahl war nicht nur das, sondern auch, dass es von einer Frau geschrieben wurde, die über Frauen, genauer über das Leben der Frauen, im KZ Auschwitz-Birkenau schreibt. Als Frau fühlt man sich besonders angesprochen.